Spanische Romanze

Anonym

Die Spanische Romanze oder auch romance d’Amour ist das zweite oder dritte Stück, das ich als Kind im Akkordeonunterricht gelernt habe, also sehr eingängig. Eingespielt habe ich es deswegen, weil ich gerade Ausschau nach Melodien halte, „die man kennt“ und einfach mitsummen muss. Instrumentaleinsteigern empfehle ich immer, mit Liedern oder Melodien zu starten, die sie gut kennen und summen/singen können. Meine Geigenlehrerin hat nach der Suzukimethode unterrichtet und sinngemäß gesagt: „Was du singen kannst, kannst du auch spielen.“ Das stimmt sogar ziemlich zuverlässig, weil ab einer gewissen Komplexität und Schwierigkeit auch das Singen nicht mehr funktioniert. Im Grunde war das immer schon meine intuitive Herangehensweise an neue Musikinstrumente, also das Instrument so lange mit unendlich vielen Kinder- und Volksliedern zu malträtieren, bis es sozusagen zu meiner STimme geworden ist. Ab dem Punkt, wo sich Stücke nicht mehr gut mitsingen lassen, müssen natürlich die Methoden mit ihren Aufgaben wachsen.

Der Komponist der Spanischen Romanze ist unbekannt, aber der Entstehungszeitraum wird auf das 19. Jahrhundert eingegrenzt. Eigentlich ist sie ein Gitarrenstück, von dem ich aber diverse Adaptionen kenne, für Klavier, als schlager und was noch alles, aber immer „irgendwas mit Liebe.“