„Tonleitern spielen — laaangweilig …“
Das ist der erste Impuls bei den meisten normalen schülern. Und ja, Tonleitern in Sechzehntelnoten rauf- und runterzulaufen und dabei möglichst schnell und doch präzise zu spielen, wird schnell langweilig und der Geist schweift ab. Aber dieses Stück hier verhindert das Abdriften in motorisch automatisiertes Abspulen der Bewegungen. Es ist eine Übung ausschließlich für die rechte Hand.
- Immer nur die ersten vier Töne der Tonleiter sind Sechzehntel, danach muss man auf Achtel runterbremsen. Da kann man schon etwas stolpern, wenn die motorischen Routinen zu stark sind, weil zu viele langweilige Tonleitern geübt wurden.
- Und natürlich gibt es wieder Spaß mit Artikulation: Legato für den Anlauf, staccato fürs Hüpfen und Tenuto für die Landung.
- Für das Ausknobeln der Fingersätze sollte man sich etwas Zeit nehmen, damit es rund läuft. Übersetzen, untersetzen, stumme Wechsel.
- Das tempo sollte laut Anweisung nicht zu schnell sein. Ich habe aber zu schnell angefangen und bin dann ein bisschen abgesackt. Memo an mich: Metronom benutzen.
Die linke Hand macht die langweiligste Begleitung der Welt, die ist nur als moralische Unterstützung dabei. An ihr ist aber sehr deutlich zu sehen, dass das Stück von den Harmonien her hauptsächlich aus Kadenzen besteht, also Tonika, Subdominante, Dominante, Tonika.
- C, F, G, C
- G, C, D, G
Quellcode
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\version "2.26.0"
global={\time 3/4\tempo 4=160}
music = \relative c' {<c e g>2.<c f a>2.<b d g>2.<c e g>2.6 ausgeblendete Zeilen
}\score { << \global \music >>\layout {}\midi {}}Damit das Ganze etwas mehr Dissonanz und Drang nach Auflösung bekommt, kann man der Dominante eine Septime hinzufügen (Septakkord) und der Subdominante eine Sexte (Sixte ajouté).
Quellcode
8 ausgeblendete Zeilen
\version "2.26.0"
global={\time 3/4\tempo 4=160}
music = \relative c' {<c e g>2.<f, a c d>2.<g b d f>2.<c e g>2.6 ausgeblendete Zeilen
}\score { << \global \music >>\layout {}\midi {}}Das ist eine typische Figur für Akkordbegleitung. Kadenzen einzuüben würde ich allen empfehlen, die gelegentlich Liedbegleitung machen. Für so was muss man als akkordeonspieler ja schließlich auch gewappnet sein.